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    <title>Die Kultur Welle von Underground (Rubrik:Widerstand und Film)</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>resistance in underground</dc:publisher>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:date>2005-04-13T15:37:49Z</dc:date>
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    <title>Die Kultur Welle von Underground</title>
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    <title>Widerstand und Film</title> 
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    <description>&lt;b&gt;MELINA MERCOURI - DIE FRAU, DIE GRIECHENLAND WAR &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;310&quot; height=&quot;240&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/melina2.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute kennt man sie aus dem Film &quot;Sonntags nie&quot; als die singende Stra&amp;szlig;endirne: wild, leidenschaftlich, stolz und freiheitsliebend. Melina Mercouri war in ihren Rollen wie im echten Leben schwer zu b&amp;auml;ndigen. Auf dem H&amp;ouml;hepunkt ihrer Schauspielkarriere ergriff die Milit&amp;auml;rjunta die Macht in Griechenland. Die Freiheit ihrer Heimat wurde ihr zur Aufgabe. Im Exil organisierte sie Widerstand und k&amp;auml;mpfte f&amp;uuml;r ein demokratisches Griechenland - letztlich erfolgreich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gut wie jedes totalit&amp;auml;re Regime wirbt um die nationalen K&amp;uuml;nstlerstars, und mancher prominente Schauspieler, Komponist oder S&amp;auml;nger hat dieser Verlockung nicht widerstanden. Einige jedoch haben ihre Augen nicht zugedr&amp;uuml;ckt, als es in ihrem Land um die Freiheit und die Menschenw&amp;uuml;rde ging, sondern haben ihre gro&amp;szlig;e Karriere aufs Spiel gesetzt f&amp;uuml;r den politischen Kampf gegen die Diktatur. Eine von ihnen war die griechische S&amp;auml;ngerin und Schauspielerin Melina Mercouri, die offen gegen das nationale Obristenregime Stellung bezog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Junta beantwortete ihr politisches Engagement mit ihrer Ausb&amp;uuml;rgerung. Im Exil organisierte Mercouri den Widerstand und k&amp;auml;mpfte f&amp;uuml;r ein demokratisches Griechenland. Nach dem Ende der Diktatur 1974 kehrte Mercouri wie in einem Triumphzug zur&amp;uuml;ck. 1977 wurde sie zum ersten Mal ins griechische Parlament gew&amp;auml;hlt, von 1981 bis 1989 und erneut 1993 war Melina Mercouri Kulturministerin der Regierungen von Andrea Papandreou. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren letzten Filmauftritt hatte Melina Mercouri 1978 in &quot;A Dream of Passion&quot; unter der Regie ihres Ehemanns Jules Dassin, den sie bei den Dreharbeiten zu &quot;Sonntags nie&quot; 1959 kennen gelernt und 1966 geheiratet hatte. 1994 starb Melina Mercouri an Lungenkrebs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://resistance.twoday.net&quot;&gt;http://resistance.twoday.net&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>Widerstand und Film</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-02-11T12:38:05Z</dc:date>
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    <title>Pasolinis Widerstand</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/516709/</link>
    <description>&lt;b&gt;PIER PAOLO PASOLINI DER WIDERSTANDLER&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;320&quot; height=&quot;209&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/478.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war ein Ketzer an allen Fronten: aus der Kommunistischen Partei wurde er ausgeschlossen, als seine Homosexualit&amp;auml;t ruchbar wurde. Die katholische Kirche warf dem zutiefst spirituell gepr&amp;auml;gten Regisseur wiederholt Blasphemie vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pier Paolo Pasolini, der Dichter, Philosoph und Regisseur aber lie&amp;szlig; sich nicht brechen und hielt unerbittliche Anklage gegen eine Gesellschaft, der er moralische Korruption vorwarf. Pasolini bereicherte das Kino des 20. Jahrhunderts um Kompromisslosigkeit, Wagemut und um Bilder von grausamer Sch&amp;ouml;nheit.                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;135&quot; height=&quot;127&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/480_135x127.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pier Paolo Pasolini .... che vivo di passione&lt;br /&gt;
&quot;... der ich von Leidenschaft lebe&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Oktober 1949 wird der Lehrer und Sektionssekret&amp;auml;r der Kommunistischen Partei Italiens in San Giovanni di Casarsa, Pier Paolo Pasolini, wegen Verf&amp;uuml;hrung eines Minderj&amp;auml;hrigen und Unzucht in der &amp;Ouml;ffentlichkeit angezeigt. Was sp&amp;auml;testens aus heutiger Sicht eigentlich kaum der Erw&amp;auml;hnung wert ist ein Siebenundzwanzigj&amp;auml;hriger wichst mit einem Sechzehnj&amp;auml;hrigen im Geb&amp;uuml;sch, wird zum Skandal. Pasolini war damals bereits aufgrund seiner T&amp;auml;tigkeit als Schriftsteller, P&amp;auml;dagoge und Politiker eine &quot;&amp;ouml;ffentliche Gestalt&quot; (Naldini); die Anzeige, der Skandal, der Proze&amp;szlig; und schlie&amp;szlig;lich die Flucht aus dem heimatlichen Friaul in unbekannte Rom bilden einen biographischen Wendepunkt und b&amp;uuml;ndeln einige Motive, die von da an mit Pasolini, ob er es will oder nicht, verbunden bleiben werden: pers&amp;ouml;nliche Leidenschaft, politisches Engagement, &amp;ouml;ffentliche Erregung und nicht zuletzt: Homosexuali&amp;auml;t.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;200&quot; height=&quot;120&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/get_img.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sozialer Tod&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 40er Jahren hatte der aus dem norditalienischen B&amp;uuml;rgertum stammende&lt;br /&gt;
Pier Paolo Pasolini Marx und vor allem Gramsci f&amp;uuml;r sich entdeckt. Seine&lt;br /&gt;
Parteinahme f&amp;uuml;r die gesellschaftlich Benachteiligten f&amp;uuml;hrte schlie&amp;szlig;lich&lt;br /&gt;
zum Parteieintritt. &quot;Nach langen Zweifeln&quot; immerhin hatten Kommunisten&lt;br /&gt;
seinen j&amp;uuml;ngeren Bruder Guido, einen leidenschaftlichen Antifaschisten und&lt;br /&gt;
K&amp;auml;mpfer der Resistenza, in den Wirren des Jahres 1945 erschossen&lt;br /&gt;
schrieb sich Pasolini 1947 (oder Anfang 1948, Anm.) in die KPI ein (...)&lt;br /&gt;
Viele Abende verbrachte Pasolini nun in den staubigen Vereinslokalen,&lt;br /&gt;
viele Tage auf Demonstrationen, Delegiertenversammlungen, Hausbesetzungen,&lt;br /&gt;
bei der Wahlpropaganda. Er war bald eine &amp;ouml;ffentliche Pers&amp;ouml;nlichkeit, seine&lt;br /&gt;
leidenschaftlichen und unorthodoxen Reden auf den Kongressen (nicht nur&lt;br /&gt;
solchen der KPI, u.a. auch in Paris und Budapest, Anm.) verschafften ihm&lt;br /&gt;
Anerkennung. Er schrieb f&amp;uuml;r mehrere Tageszeitungen. Als Sektionssekret&amp;auml;r&lt;br /&gt;
erfand er so etwas wie die sp&amp;auml;teren maoistische Tatsebaos: zu jedem Thema&lt;br /&gt;
klebte er handgeschriebene Wandzeitungen vor das Parteilokal, auf denen er&lt;br /&gt;
in der Sprache der Bauern, aus ihrer Sicht und in ihrem Wortschatz, die&lt;br /&gt;
Dorfleute agitierte, den Dialog mit ihnen suchte. (...) Vor allem die&lt;br /&gt;
konservativen, katholischen Kreise sahen in dem Erfolg Pasolinis bei der&lt;br /&gt;
Bev&amp;ouml;lkerung, bei den einfachen und armen Bauern, die er wirklich kannte,&lt;br /&gt;
eine Gefahr. Es gab auch schon versteckte Warnungen und vage Bedrohungen&lt;br /&gt;
durch seinen politischen Gegner. (Schweitzer)&lt;br /&gt;
Pasolini schl&amp;auml;gt die Warnungen in den Wind und ignoriert die sehr reale&lt;br /&gt;
Bedrohung. Als es dann seinen Gegnern endlich gelingt, ihn bei seiner&lt;br /&gt;
Homosexualit&amp;auml;t zu packen, verliert er mit einem Mal alles: seinen Ruf,&lt;br /&gt;
seine Stelle als Lehrer und die Mitgliedschaft in der KPI. Unm&amp;ouml;glich zu&lt;br /&gt;
sagen, was davon ihn am meisten trifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;200&quot; height=&quot;311&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/pasolini_14.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer ungeachtet ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der kommunistischen Tageszeitung &quot;L`Unit&amp;agrave;&quot; wird schon eine Woche nach&lt;br /&gt;
der Anzeige Pasolinis dessen Ausschlu&amp;szlig; bekannt gegeben, verbunden mit dem&lt;br /&gt;
Hinweis auf &quot;die verderblichen Einfl&amp;uuml;sse gewisser ideologischer und&lt;br /&gt;
philosophischer Str&amp;ouml;mungen der diversen Gide, Sartre und anderer&lt;br /&gt;
dekadenter Poeten und Literaten (...), die sich als Progressisten geb&amp;auml;rden&lt;br /&gt;
wollen, in Wirklichkeit aber die sch&amp;auml;ndlichsten Seiten der b&amp;uuml;rgerlichen&lt;br /&gt;
Verkommenheit auf sich vereinen&quot;.&lt;br /&gt;
Aber Pasolini l&amp;auml;&amp;szlig;t sich nicht beirren: &quot;Ich wundere mich nicht &amp;uuml;ber die&lt;br /&gt;
teuflische Heimt&amp;uuml;cke der Christdemokraten&quot;, schreibt er an einen seiner&lt;br /&gt;
ehemaligen Genossen, &quot;Ich wundere mich aber &amp;uuml;ber eure Unmenschlichkeit; du&lt;br /&gt;
wei&amp;szlig;t sehr wohl, da&amp;szlig; es Bl&amp;ouml;dsinn ist, von ideologischer Verirrung zu&lt;br /&gt;
sprechen. Euer ungeachtet bin und bleibe ich Kommunist und zwar im echten&lt;br /&gt;
Sinn des Wortes. Doch was sage ich da? Bis heute fr&amp;uuml;h hielt mich der&lt;br /&gt;
Gedanke aufrecht, da&amp;szlig; ich meine Person und meine Karriere dem Glauben an&lt;br /&gt;
ein Ideal geopfert habe; jetzt habe ich nichts mehr, worauf ich mich&lt;br /&gt;
st&amp;uuml;tzen k&amp;ouml;nnte. Ein anderer an meiner Stelle w&amp;uuml;rde sich umbringen;&lt;br /&gt;
ungl&amp;uuml;cklicherweise mu&amp;szlig; ich f&amp;uuml;r meine Mutter weiterleben.&quot;&lt;br /&gt;
Tats&amp;auml;chlich hat Pasolini den Kommunisten auch sp&amp;auml;ter seinen Hinauswurf nie&lt;br /&gt;
vorgeworfen; Ende der 60er Jahre stellt er das Ende seiner Mitgliedschaft&lt;br /&gt;
sogar so dar, da&amp;szlig; er irgendwann blo&amp;szlig; den &quot;abgelaufenen Mitgliedsausweis&lt;br /&gt;
nicht verl&amp;auml;ngert&quot; habe. Aber die Wunde sa&amp;szlig; tief. Zwar rief Pasolini bei&lt;br /&gt;
jeder Wahl dazu auf, es ihm gleich zu tun und die KPI zu w&amp;auml;hlen, aber in&lt;br /&gt;
einem dieser von &quot;L`Unit&amp;agrave;&quot; abgedruckten Wahlaufrufe in Versen hei&amp;szlig;t es:&lt;br /&gt;
&quot;Ich habe mich der KPI immer mit Hingabe widersetzt und erwartete mir eine&lt;br /&gt;
Antwort auf meine Einwendungen. Denn ich wollte ja dialektisch vorgehen!&lt;br /&gt;
Diese Antwort ist nie gekommen: Eine br&amp;uuml;derliche Polemik ist f&amp;uuml;r eine&lt;br /&gt;
blasphemische gehalten worden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Rom ist g&amp;ouml;ttlich!&quot;&lt;br /&gt;
Nach dem &quot;sozialen Tod im Friaul&quot; (Schweitzer) geht Pier Paolo Pasolini&lt;br /&gt;
nach Rom. Er ist v&amp;ouml;llig mittellos und schl&amp;auml;gt sich mit diversen&lt;br /&gt;
Besch&amp;auml;ftigungen durch: Er wird Privatlehrer, korrigiert Druckfahnen,&lt;br /&gt;
arbeitet als Komparse beim Film. Daneben schreibt er: Zeitungsartikel und&lt;br /&gt;
Gedichte. Erste Erfolge in Gestalt von Preisen stellen sich ein. Pasolini&lt;br /&gt;
lernt zahlreiche SchriftstellerkollegInnen kennen. Und er erforscht Rom.&lt;br /&gt;
&quot;Rom ist g&amp;ouml;ttlich&quot;, verk&amp;uuml;ndet der arbeitslose Hungerleider, denn er hat&lt;br /&gt;
die Welt der Borgate, der Arbeitervorst&amp;auml;dte, f&amp;uuml;r sich entdeckt. &quot;Nicht zu&lt;br /&gt;
resignieren hie&amp;szlig; vor allem, sexuell nicht zu resignieren. Er nimmt die&lt;br /&gt;
Herausforderung der Gro&amp;szlig;stadt an, er sucht die aggressive Freiheit der&lt;br /&gt;
Jugend in den Armenvierteln.&quot; (Schweitzer)&lt;br /&gt;
Pasolini hatte Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft studiert und war&lt;br /&gt;
bereits durch seine Besch&amp;auml;ftigung mit der Sprache des Friaul als Dichter&lt;br /&gt;
und Sprachwissenschaftler bekannt geworden. Nun st&amp;uuml;rzt er sich mit dem&lt;br /&gt;
Eifer eines sein Begehren als Antrieb nutzenden -- Anthropologen auf die&lt;br /&gt;
r&amp;ouml;mischen Dialekte und Soziolekte. Die K&amp;ouml;rper, die Sprache, die sozialen&lt;br /&gt;
Verh&amp;auml;ltnisse der jungen M&amp;auml;nner interessieren in gleicherma&amp;szlig;en. Aus&lt;br /&gt;
Pasolinis freilich nie blo&amp;szlig; pers&amp;ouml;nlichen Erfahrungen gehen bald die Romane&lt;br /&gt;
&quot;Ragazzi di vita&quot; und &quot;Una vita violenta&quot; hervor, die ihn ber&amp;uuml;hmt machen.&lt;br /&gt;
Und noch vieles an seinen sp&amp;auml;teren Filmen deren erster, &quot;Accatone&quot;, 1961&lt;br /&gt;
herauskommt ist eine mit den Mitteln der &amp;Auml;sthetik vorangetriebene&lt;br /&gt;
bewu&amp;szlig;te Erkundung des mit allen Sinnen Erfahrenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein moralischer Antityp, ein Ge&amp;auml;chteter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch egal, was Pier Paolo Pasolini im letzten Vierteljahrhundert seines&lt;br /&gt;
Lebens auch produzieren wird -- er schreibt Gedichte, Erz&amp;auml;hlungen, Romane,&lt;br /&gt;
Theaterst&amp;uuml;cke, Drehb&amp;uuml;cher, er dreht Filme und er zeichnet und malt auch,&lt;br /&gt;
und nicht zuletzt schreibt er Beitr&amp;auml;ge, manchmal sogar als Kolumnist f&amp;uuml;r&lt;br /&gt;
Zeitungen und Zeitschriften, seine &amp;ouml;ffentliche Existenz, seine Person&lt;br /&gt;
ebenso wie sein Werk, erregt &amp;Auml;rgernis. Manchmal kommt es &quot;nur&quot; zu&lt;br /&gt;
heftigen Kontroversen in den Medien, nicht selten aber auch zu&lt;br /&gt;
Verhandlungen vor Gericht: Immerhin mehr als drei&amp;szlig;igmal wurde in nur&lt;br /&gt;
f&amp;uuml;nfundzwanzig Jahren gegen den Schriftsteller und Filmemacher Anklage&lt;br /&gt;
erhoben.&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft, in der Pasolini lebt, kann zwar die &amp;auml;sthetischen,&lt;br /&gt;
ideologischen und politischen Abweichungen, die er sich zu Schulden kommen&lt;br /&gt;
l&amp;auml;&amp;szlig;t, wenn schon nicht verzeihen, so doch tolerieren, seine sexuelle&lt;br /&gt;
Abweichung jedoch provoziert immer wieder rasenden Ha&amp;szlig;.&lt;br /&gt;
Dabei ist f&amp;uuml;r Pasolini Homosexualit&amp;auml;t zun&amp;auml;chst keineswegs etwas&lt;br /&gt;
Erstrebenswertes: &quot;Ich war dazu geboren, heiter, ausgeglichen und&lt;br /&gt;
nat&amp;uuml;rlich zu sein. Meine Homosexualit&amp;auml;t war &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig, lag au&amp;szlig;erhalb,&lt;br /&gt;
hatte nichts mit mir zu tun. Ich habe sie immer wie einen Feind neben mir&lt;br /&gt;
gesehen, ich habe sie nie drinnen in mir gef&amp;uuml;hlt.&quot;&lt;br /&gt;
Doch weil sich in dem Pasolini zugewiesenen und von ihm angenommenen&lt;br /&gt;
Au&amp;szlig;enseitertum das K&amp;uuml;nstlerische und Politische untrennbar mit dem&lt;br /&gt;
Homosexuellsein verschr&amp;auml;nken, kann es in seinem Fall hat der erste&lt;br /&gt;
Skandal erst einmal stattgefunden keine reinliche Scheidung von&lt;br /&gt;
&amp;ouml;ffentlicher Person und privatem Begehren mehr geben:&lt;br /&gt;
&quot;Seit zwanzig Jahren hat die italienische Presse, und an erster Stelle die&lt;br /&gt;
schreibende Presse, dazu beigetragen, aus meiner Person einen moralischen&lt;br /&gt;
Antityp zu machen, einen Ge&amp;auml;chteten. Es besteht kein Zweifel, da&amp;szlig; zu&lt;br /&gt;
dieser &amp;Auml;chtung seitens der &amp;ouml;ffentlichen Meinung die Homophilie beigetragen&lt;br /&gt;
hat, die mir mein Leben lang angelastet wurde wie ein in dem von mir&lt;br /&gt;
verk&amp;ouml;rperten Fall besonders emblematisches Schandmal: die Besiegelung&lt;br /&gt;
einer menschlichen Verworfenheit, von der ich angeblich gezeichnet bin,&lt;br /&gt;
und die alles, was ich bin, meine Sensibilit&amp;auml;t, meine Vorstellungskraft,&lt;br /&gt;
meine Arbeit, die Gesamtheit meiner Gef&amp;uuml;hle, meiner Empfindungen und&lt;br /&gt;
meiner Handlungen angeblich dazu verdammt, nichts anderes zu sein als eine&lt;br /&gt;
Tarnung dieser Urs&amp;uuml;nde, einer S&amp;uuml;nde und einer Verdammnis.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;350&quot; height=&quot;179&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/vita02.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://resistance.twoday.net&quot;&gt;http://resistance.twoday.net&lt;/a&gt;</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
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