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    <title>Die Kultur Welle von Underground</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>resistance in underground</dc:publisher>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:date>2005-06-11T14:16:44Z</dc:date>
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    <title>Die Kultur Welle von Underground</title>
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    <title>Ein Tribut an die Frauen</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/756314/</link>
    <description>...im Gedenk-und Jubil&amp;auml;umsjahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;cite&gt;&lt;b&gt;Hoffnung&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;raquo;Der Hunger ist entsetzlich&amp;laquo;- in den letzten Kriegstagen war die Versorgung mit Lebensmitteln, mit Strom und Wasser in vielen  St&amp;auml;dten zusammengebrochen...&lt;/cite&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;264&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/005.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tr&amp;uuml;mmerfrauen leisteten nach 1945 einen gro&amp;szlig;en Beitrag zu Wiederaufbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Geschichte von den Tr&amp;uuml;mmerfrauen zur Gegenwart&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstellung &amp;#8222;Frauen gedenken anders 1945-2005&amp;#8220; bietet einen Streifzug durch die Geschichte der Zweiten Republik aus weiblicher Sicht und w&amp;uuml;rdigt die Leistungen der Frauen.&lt;br /&gt;
Der Bogen reicht von den Tr&amp;uuml;mmerfrauen der Nachkriegsjahre &amp;uuml;ber die Pille und die Gleichstellungspolitik der 70-er Jahre bis zu den Top-Frauen in der Forschung von Heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 6.Juni, auf dem Platz vor dem MuseumsQuartier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Besetzte Bilder:&lt;/b&gt; &lt;br /&gt;
Tr&amp;uuml;mmerfrauen, &amp;#8222;Vier im Jeep&amp;#8220;, Figl auf dem Balkon des Belvedere-&lt;br /&gt;
Filmgeschichte ist Zeitgeschichte.&lt;br /&gt;
Themenschwerpunkt des Filmarchivs Austria ist &amp;#8222;Kino in &amp;Ouml;sterreich 1945-1955&amp;#8220;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 26.6.2005 Metro Kino, 1.Johannesgasse 4.,Tel. 5121803</description>
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    <dc:subject>Gedenkjahr</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-11T14:01:59Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/743845/">
    <title>&amp;raquo;Besatzung oder Befreiung?&amp;laquo;</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/743845/</link>
    <description>Zugang und Wahrnehmung von Widerstand und zu Erinnerungskultur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ein Drei-Generationen Gespr&amp;auml;ch&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit: Irma Schwager, Vera Modjawer, Katarina Ferro&lt;br /&gt;
Moderation: B&amp;auml;rbel Danneberg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei Generationen von Frauen sprechen in einem moderierten Gespr&amp;auml;ch&lt;br /&gt;
dar&amp;uuml;ber, wann sie zum ersten Mal von Widerstand im zweiten Weltkrieg&lt;br /&gt;
geh&amp;ouml;rt haben. Was haben sie in der Schule gelernt? Wann zum ersten Mal vom&lt;br /&gt;
kommunistischen und dem bewaffneten Widerstand der SlowenInnen gelernt?&lt;br /&gt;
Drei Frauen mit unterschiedlichem Background: Irma Schwager, die in ihrer&lt;br /&gt;
Emigration zum kommunistischen Widerstand stie&amp;szlig;, Vera Modjawer aus&lt;br /&gt;
kommunistischer Familie, die zu Hause von Befreiung und in der Schule von&lt;br /&gt;
Besatzung gelernt hat, Katarina Ferro, die gef&amp;auml;rbte Geschichte in einer&lt;br /&gt;
Katholischen Schule vermittelt bekam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gespr&amp;auml;ch soll den ganz pers&amp;ouml;nlichen Zugang der drei Frauen zeigen und&lt;br /&gt;
gleichzeitig der Frage nach der Ver&amp;auml;nderung von Geschichtsbewusstsein und&lt;br /&gt;
Erinnerungskultur in der Gesellschaft nachgehen. Ein Thema, das gerade im&lt;br /&gt;
&quot;Gedanken&quot;jahr, in dem Sch&amp;uuml;ssel und Co mit ihrer Version von Widerstand&lt;br /&gt;
und Neuaufbau der zweiten Republik, die Geschichte neu schreiben und&lt;br /&gt;
umformulieren, genauerer Betrachtung bedarf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Veranstaltung der ARGE Feminismus&lt;br /&gt;
7. Juni 2005&lt;br /&gt;
Caf&amp;eacute; Siebenstern; Siebensterngasse 31, 1070 Wien&lt;br /&gt;
19.00&lt;br /&gt;
F&amp;uuml;r M&amp;auml;nner und Frauen, Eintritt frei</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>Widerstand im Krieg</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-06-06T14:17:22Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/676870/">
    <title>Der Sinto-J&amp;uuml;discher Maler</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/676870/</link>
    <description>&lt;b&gt;Der Sinto Maler Johann Peter Preiss&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/dscn4274_small.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;(rechts im Bild)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Nazi-Regime wurden auch Roma und Sinti verfolgt, ins KZ deportiert und ermordet. Auch die Familienangeh&amp;ouml;rigen des Malers Johann Peter &lt;a href=&quot;http://mystiker-paint-gallery.com/index.html&quot;&gt;Preiss&lt;/a&gt; , die seit Generationen in Ober&amp;ouml;sterreich ans&amp;auml;ssig waren, haben gro&amp;szlig;es Leid und Unmenschlichkeit ertragen m&amp;uuml;ssen. Sechs seiner Geschwister wurden im KZ ermordet. Johann Peter Preiss unterrichtet derzeit Bildnerische Erziehung am Bundesrealgymnasium in Krems. Seinen Vater, einen aus Polen stammenden Juden, lernte seine Mutter nach dem Krieg kennen. Johann Peter Preiss lebt in Maissau, einem kleinen nieder&amp;ouml;sterreichischen Ort zwischen dem Wald- und Weinviertel. Er ist anders, nicht nur als allein erziehender Vater sondern auch aufgrund seiner Herkunft, Geschichte und Lebensweise.</description>
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    <dc:subject>Minderheiten</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-05-08T15:31:01Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/625697/">
    <title>Lichter in der Finsternis</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/625697/</link>
    <description>Ausstellung &quot;Lichter in der Finsternis - Raoul &lt;a href=&quot;http://www.raoul-wallenberg.org/biographie.htm&quot;&gt;Wallenberg&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;150&quot; height=&quot;150&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/wallenberg.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
und die Rettung der Budapester Juden 1944/45&quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Ausstellung schildert den Kampf gegen deutsche und ungarische Nationalsozialisten am Beispiel von Raoul Wallenberg. Er und seine Mitstreiter zeigten, dass man helfen konnte. Sie gef&amp;auml;hrdeten ihr Leben, um anderen Menschen zu helfen.&lt;/i&gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ab 11. April 2005 bis 22. Mai 2005&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Museum Nordico, 4020 Linz,Bethlehemstra&amp;szlig;e 7.&lt;br /&gt;
&amp;Ouml;ffnungszeiten: Mo-Fr 9-18, Sa, So, Fei 14-17</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>Raoul Wallenberg</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-04-13T15:27:23Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/625380/">
    <title>Filmvorf&amp;uuml;hrung</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/625380/</link>
    <description>60. Jahrestag der Befreiung Wiens &lt;br /&gt;
Filmvorf&amp;uuml;hrung &lt;b&gt;&amp;raquo;Der dritte Mann&amp;laquo; &lt;/b&gt;und Diskussion mit dem&lt;br /&gt;
Kulturwissenschaftler Dr. Gerhard Wagner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. Gerhard Wagner, Autor: &lt;br /&gt;
Von der &quot;Lustigen Witwe&quot; zum &quot;Dritten Mann&quot; &lt;br /&gt;
Geschichtliche Dimensionen eines Nachkriegs-Filmklassikers &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;302&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/mann.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wann?&lt;br /&gt;
Heute am 13.04.2005, 19:00Uhr  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo?&lt;br /&gt;
Rosa Luxemburg Stiftung, Konferenzraum, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berlin</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>Der dritte Mann</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-04-13T13:17:02Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/557346/">
    <title>Frauen im Widerstand</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/557346/</link>
    <description>&lt;b&gt;&lt;/b&gt;Lesung &amp;#8211; Deutsch, Romani, Tschechisch, Slowenisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;&quot;Frauen im Krieg und im Widerstand&quot;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lesung zum Frauentag und zu 60 Jahre Kriegsende &lt;br /&gt;
Mercedes Echerer liest &amp;uuml;ber das Schicksal der drei Frauen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dauerte lange, bis die Frauen aus den Reihen der &amp;ouml;sterreichischen Volksgruppen ihr Schweigen brachen. Das Niederschreiben ihrer Erinnerungen an die Deportation in die Konzentrationslager, an ihren Widerstand und an ihre R&amp;uuml;ckkehr nach der Befreiung 1945 war ein Versuch, das Grauen und die Todesangst zu &amp;uuml;berwinden, aber auch sich mit ihrer Heimat zu vers&amp;ouml;hnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schauspielerin Mercedes Echerer&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;101&quot; height=&quot;150&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/mercedes.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
liest an diesem Abend aus den B&amp;uuml;chern &quot;Ich war keine Heldin&quot; von Antonia Bruha (Wiener Tschechin), &quot;Uns hat es nicht geben sollen&quot; von Rosa Winter (Sintiza) und aus dem Tagebuch &quot;Und schreibe aufs Blatt meine Gef&amp;uuml;hle&quot; von Ljudmila Sticker (K&amp;auml;rntner Slowenin). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die muttersprachlichen Beitr&amp;auml;ge in Tschechisch, in Romani und in Slowenisch tragen Nika Brettschneider (Theater Brett), Susanne Horvath (Radio Kaktus) und Maja Sticker (Enkelin) vor. Adrian C. Ga&amp;#351;par begleitet die Lesung am Klavier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moderation: Maria Jonas &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Antonia Bruha &lt;br /&gt;
Antonia Bruha, geborene Spat, schrieb bereits als junges M&amp;auml;dchen f&amp;uuml;r die &quot;Tschechische Arbeiterzeitung&quot; und den &quot;Jungarbeiter&quot;. Ab Ende der drei&amp;szlig;iger Jahre im &amp;ouml;sterreichischen Widerstand aktiv, wurde sie 1941, kurz nach der Geburt ihrer Tochter, verhaftet. Ein halbes Jahr lang etwa befand sie sich in Gestapohaft am Morzinplatz 4. Die Wiener Tschechin Bruha wurde in weiterer Folge mit dem Vermerk &quot;RU&quot;, R&amp;uuml;ckkehr unerw&amp;uuml;nscht, im KZ Ravensbr&amp;uuml;ck interniert, in dem sie als politische Gefangene nur jeden vierten Tag zu essen bekam. Bei ihrer R&amp;uuml;ckkehr aus dem KZ im Jahre 1945 wog sie 32 kg. Ihre Erlebnisse in der Gestapohaft und im KZ Ravensbr&amp;uuml;ck sammelte &lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;87&quot; height=&quot;140&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/buch.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Bruha im Buch &quot;Ich war keine Heldin&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rosa Winter&lt;br /&gt;
Rosa Winter kam 1923 in Ober&amp;ouml;sterreich als viertes Kind der Sinti-Famile Kerndlbacher zur Welt. Ihre Eltern zogen mit den zw&amp;ouml;lf Kindern in Wohnwagen durch &amp;Ouml;sterreich von Markt zu Markt, dort verkaufte der Vater Waren. Als sich die Familie im steirischen Leoben befand, wurden die M&amp;auml;nner der Familie von Gendarmen festgehalten. Deren Leben endete im KZ Buchenwald oder Dachau. Bis auf einen Cousin von Rosas Vater kam niemand von dort zur&amp;uuml;ck.&lt;br /&gt;
Die Frauen wurden dann von den Nationalsozialisten in Salzburg inhaftiert und ihrer Wagen, Pferde und Waren beraubt.&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;159&quot; height=&quot;183&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/winter.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
Rosa Winter wurde ins KZ Ravensbr&amp;uuml;ck verschleppt, das sie zum Gl&amp;uuml;ck &amp;uuml;berlebte. Dar&amp;uuml;ber erz&amp;auml;hlt Winter auf ber&amp;uuml;hrende Weise in dem neuen Buch &quot;Es hat uns nicht geben sollen&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ljudmila Sticker&lt;br /&gt;
&quot;Es kostete alle k&amp;ouml;rperlichen und seelischen, Kr&amp;auml;fte die kleinen Kinder zu wecken, Jozej war erst vier, Mici noch keine drei Jahre alt, Petri w&amp;uuml;rde im Juli zwei Jahre alt werden und die J&amp;uuml;ngste, die kleine Dorica, die z&amp;auml;hlte noch keine 10 Wochen, was werde ich wohl anfangen, mit diesem kleinen W&amp;uuml;rmchen in der Fremde mittellos, w&amp;uuml;rdelos, heimatlos&quot;, erinnert sich die K&amp;auml;rntner Slowenin Ljudmila Sticker an die Deportation am 14. und 15. April 1942. Sie wurde mit den anderen 200 K&amp;auml;rntner slowenischen Familien in einer Nacht von NS-Schergen aus dem Schlaf gerissen und nach Deutschland weggeschleppt. &amp;Uuml;ber die Geschehnisse, ihre Gedanken und Gef&amp;uuml;hle hat die unbeugsame Slowenin damals ein Tagebuch gef&amp;uuml;hrt, das nun den Titel &quot;Und schreibe aufs Blatt meine Gef&amp;uuml;hle&quot; tr&amp;auml;gt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Heute am 07. M&amp;auml;rz 2005, 19.00 Uhr&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
ORF KulturCafe&lt;br /&gt;
Argentinierstra&amp;szlig;e 30a, 1040 Wien&lt;br /&gt;
Eintritt frei</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>Widerstand im Krieg</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-03-07T12:13:04Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/531806/">
    <title>Sexuelle Selbstbestimmung als Widerstand</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/531806/</link>
    <description>Der erste erotische Roman einer muslimischen Autorin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Die Mandel&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Poetischer Widerstand einer Muslimin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;170&quot; height=&quot;279&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/mandel.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gedem&amp;uuml;tigt und verletzt bricht die junge Badra aus ihrer arrangierten Ehe aus. In Tanger st&amp;uuml;rzt sie sich in eine leidenschaftliche Aff&amp;auml;re. Unter Pseudonym schreibt dies eine muslimische Autorin - erstmals, weil es in islamischen L&amp;auml;ndern verboten ist, erotische Romane zu schreiben und vor allem zu ver&amp;ouml;ffentlichen. &lt;br /&gt;
&quot;Die Mandel&quot; ist ein autobiografischer Roman, der zugleich als &quot;poetischer Widerstand&quot; gegen eine islamistisch dominierte Gesellschaft gelesen werden kann. &lt;br /&gt;
Was Leidenschaft ist Marokko. Irgendwo in einem Dorf zwischen W&amp;uuml;ste und Meer, Ende der 70er Jahre. Die junge Muslima Badra ist aus dem Martyrium ihrer Zwangsehe abgehauen und flieht, von ihrer Familie versto&amp;szlig;en, nach Tanger. Tanger, die Stadt der Huren und der Heilsuchenden, Hafenstadt und Tor nach Europa. Dort findet sie Schutz bei ihrer Tante. &lt;br /&gt;
Badra droht der Tod, aber anstatt sich zu verstecken, will sie wissen, was Liebe - und vor allem: was Leidenschaft ist. Sie beginnt eine Aff&amp;auml;re mit einem reichen, gebildeten Marokkaner, der sie in die Liebe und ihre K&amp;uuml;nste einf&amp;uuml;hrt, der ihr alles zeigt, wozu ihr K&amp;ouml;rper in der Lage ist; der sie f&amp;uuml;hlen l&amp;auml;sst, was Begehren hei&amp;szlig;t, der ihr alles gibt und alles nimmt. Eine amour fou. &lt;br /&gt;
Wie ein Regen:im Roman klingt das so: &quot;Er verstand es, mich zu &amp;ouml;ffnen, mich zu nehmen, mich bis zum ersticken auszudehnen, meine Lungen und jede Faser meines Leibes zu f&amp;uuml;llen. Sein Sperma schoss in langen Strahlen hervor, rann wie Regen &amp;uuml;ber meine empfindlichen Schleimh&amp;auml;ute und wusch meinen Scho&amp;szlig; vom Brand rein.&quot;&lt;br /&gt;
Oder auch: &quot;Einen Tag fand er mich zu dick f&amp;uuml;r seinen Geschmack, am n&amp;auml;chsten Tag zu mager. Manchmal streikte er und weigerte sich drei Wochen lang, mich anzur&amp;uuml;hren, warf mir mein Begehren vor. Dann pl&amp;ouml;tzlich, wenn ich schon zweifelte, jemals wieder seinen K&amp;ouml;rper sehen und seine Haut ber&amp;uuml;hren zu d&amp;uuml;rfen, riss er mich wie ein Tornado um, rammte sein Schwert in mich hinein, nahm mich auf dem Boden, gegen die Wand gedr&amp;uuml;ckt, br&amp;uuml;llte seine Lust heraus und bat mich, ihm Schweinereien ins Ohr zu fl&amp;uuml;stern.&quot; &lt;br /&gt;
Selbstbestimmte Sexualit&amp;auml;t&lt;br /&gt;
Ein Skandal, denn zum ersten Mal hat es eine muslimische Frau gewagt, derartiges in einen Roman zu schreiben. Es ist eine Hymne auf die selbstbestimmte Sexualit&amp;auml;t der Frau, ein Eloge auf die Wonnen des K&amp;ouml;rpers. &lt;br /&gt;
&quot;Nedjma&quot; ist das Pseudonym einer Autorin, die anonym bleibt und nun allein schon wegen der offenen Erotik des Buches um ihre Leben f&amp;uuml;rchten muss. Aber das Buch ist weit mehr: es ist eine Protesterkl&amp;auml;rung wider den engen Geist der arabischen Welt.&lt;br /&gt;
Bedingungslose Hingabe:&lt;br /&gt;
Nedjma sagt das so: &quot;Das Buch ist eine Reaktion, es ist eine Wut, die sich in diesem Buch ausdr&amp;uuml;ckt, die Wut, die nach dem 11. September entstanden ist, weil der 11. September ein Auflodern ist, eine totale Konfrontation zweier Fundamentalismen, des muslimischen und des amerikanischen Fundamentalismus. (...) Gegen&amp;uuml;ber diesen beiden Skandalen, dem Fundamentalismus und US-Hochmut und Blindheit, habe ich entschieden, selber skandal&amp;ouml;s zu sein und ein Buch &amp;uuml;ber den K&amp;ouml;rper zu schreiben.&quot;&lt;br /&gt;
Sexuelle Selbstbestimmung als Widerstand gegen eine Gesellschaft, die von Verboten und der Verh&amp;uuml;llung des K&amp;ouml;rpers gepr&amp;auml;gt ist. Nedjma schildert offen ihre bedingungslose Hingabe an den Geliebten. Als diese Symbiose bricht, hat sie &quot;nur noch&quot; Sex mit unz&amp;auml;hligen Liebhabern. In der islamischen Welt ist das nicht nur Tabubruch, das ist ein Verbrechen. &lt;br /&gt;
Postkoitale Z&amp;auml;rtlichkeit:&lt;br /&gt;
Sie schreibt: &quot;Die M&amp;auml;nner reden, und ich massiere meine Schl&amp;auml;fen. Ich warte, bis sie ihren Wortvorrat ersch&amp;ouml;pft haben und in mich eindringen, lange, langsam, schweigend. Sobald meine Vagina aufh&amp;ouml;rt, vor Lust ihren Saft zu vergie&amp;szlig;en, wende ich demjenigen, der mir soeben Orgasmen beschert hat, den R&amp;uuml;cken zu. Mein Unterleib kennt keine Dankbarkeit. Die postkoitale Z&amp;auml;rtlichkeit l&amp;auml;sst mich ebenso kalt wie die postkoitale Tristesse. Meine Liebhaber d&amp;uuml;rfen nur schweigen, schlafen oder gehen.&quot; &lt;br /&gt;
Das Tabu als Instrument der Machtaus&amp;uuml;bung: Sexualit&amp;auml;t, wie sie die Autorin einfordert, bedeutet in der real existierenden Welt des Islam zugleich individuelle Freiheit. Und eben davor haben Mullahs Angst. &lt;br /&gt;
Das Tabu der Sexualit&amp;auml;t:&lt;br /&gt;
Nedjma: &quot;Es f&amp;auml;llt unter die Strafe des Gesetzes, &amp;uuml;ber Sexualit&amp;auml;t zu schreiben. Es gibt keine erotischen B&amp;uuml;cher. Weder M&amp;auml;nner noch Frauen k&amp;ouml;nnen das schreiben. Das mag es vielleicht in den Schubladen geben, aber es darf nicht ver&amp;ouml;ffentlicht werden. Das ist verboten. (...) die drei Tabus, die auf uns lasten und bewirken, dass die arabische Welt heute ein einziges Desaster ist, sind das Tabu der Sexualit&amp;auml;t, das Tabu der Religion und das Tabu der Politik.&quot;&lt;br /&gt;
Individuelle Freiheit ist nach Nedjmas Erfahrung unvereinbar mit der muslimischen Welt: &quot;Das hie&amp;szlig;e, &quot;ich&quot; zu sagen. Das &quot;Ich&quot; existiert nicht in der arabischen Welt. Das individuelle Ergreifen des Wortes gibt es nicht. Wir sind immer ertrunken in der Blase der Gl&amp;auml;ubigen, der Gemeinschaft der Muslime, der arabischen Nation und der Nation im Kleinen.&quot; &lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;119&quot; height=&quot;180&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/almond.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
Gefangen im Kollektiv:&lt;br /&gt;
Unm&amp;uuml;ndig, gefangen im Kollektiv einer islamistisch dominierten Glaubensgemeinschaft. Der Schleier dient zur Verschleierung des K&amp;ouml;rpers. Er wird ins Kollektiv gezwungen. &amp;Ouml;ffentliche Kritik von Frauen erf&amp;auml;hrt der Islam selten, um so mehr hat Nedjma Mut bewiesen. Aber sie ist keine Ungl&amp;auml;ubige, auch wenn sie mit ihrem Buch gewiss als solche verfolgt w&amp;uuml;rde. &lt;br /&gt;
Nedjma: &quot;Der Islamismus ist Betrug. Islamismus ist nicht Islam, und den Schleier zu tragen, l&amp;ouml;st nicht das Problem. Unser Problem ist nicht, einen Schleier zu tragen oder nicht, unser Problem ist heute, ob wir in der Lage sind, eine offene und universelle Lesart des Islam zu etablieren. Den Schleier zu tragen, bedeutet f&amp;uuml;r mich die erste Botschaft des Islam zu verraten, n&amp;auml;mlich die der Freiheit. Der Islamismus ist Gottesl&amp;auml;sterei.&quot;&lt;br /&gt;
So politisch, so k&amp;auml;mpferisch kann erotische Literatur sein. F&amp;uuml;r uns mag es nur ein weiterer Roman in der Reihe von Frauen geschriebener Pornografie sein. Trotzdem: M&amp;ouml;ge das Buch in Tanger und Teheran von vielen M&amp;auml;nner und Frauen gelesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anschliessend Leseprobe: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Prolog &lt;br /&gt;
Dieser Bericht ist vor allem eine Geschichte der Seele und des Fleisches. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einer schonungslosen, manchmal grausamen Liebe, die sich um keine Moral schert, au&amp;szlig;er um die des Herzens. Mit diesen Zeilen, in denen sich Sperma und Gebet vermischen, habe ich versucht, die Mauern niederzurei&amp;szlig;en, die heute das Himmlische vom Irdischen, den K&amp;ouml;rper von der Seele, das Mystische von der Erotik trennen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die Literatur hat die Macht einer &amp;raquo;t&amp;ouml;dlichen Waffe&amp;laquo;. Also habe ich mich ihrer bedient. Ohne Scham und innerlich triumphierend. Getrieben von dem Ehrgeiz, meinen Blutsschwestern die von ihren V&amp;auml;tern, Br&amp;uuml;dern und Ehem&amp;auml;nnern konfiszierte Sprache zur&amp;uuml;ckzugeben. Als Huldigung an die alte Kultur der Araber, in der das sinnliche Verlangen sogar in der Architektur Ausdruck fand, die Liebe von der S&amp;uuml;nde befreit und Lust zu empfinden und zu bereiten eine Pflicht des Gl&amp;auml;ubigen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erhebe diese Worte &amp;iquest; wie man ein Glas erhebt &amp;iquest; auf das Wohl der arabischen Frauen. M&amp;ouml;ge es ihnen gelingen, die ihnen geraubte Sprache des K&amp;ouml;rpers wiederzufinden und so zugleich ihre M&amp;auml;nner zu heilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich, Badra bent Salah ben Hassan el-Fergani, in Imchouk im Zeichen des Skorpions geboren, Schuhgr&amp;ouml;&amp;szlig;e achtunddrei&amp;szlig;ig und bald f&amp;uuml;nfzig Jahre auf dem Buckel, erkl&amp;auml;re Folgendes: Es ist mir v&amp;ouml;llig gleichg&amp;uuml;ltig, dass die schwarzen Frauen saftige Geschlechter haben und ganz und gar gef&amp;uuml;gig sind; dass die Babylonierinnen die begehrenswertesten und die Damaszenerinnen die z&amp;auml;rtlichsten und die Araberinnen und Perserinnen die fruchtbarsten und die treusten Frauen sind; dass die Nubierinnen die rundesten Hinterteile, die weichste Haut und ein Verlangen haben, das wie Feuerzungen brennt; dass die T&amp;uuml;rkinnen die gef&amp;uuml;hlloseste Geb&amp;auml;rmutter, das giftigste Temperament, das rachs&amp;uuml;chtigste Herz und die klarste Intelligenz besitzen; dass die &amp;Auml;gypterinnen &amp;uuml;ber eine schmeichelhafte Sprache, einen angenehmen Charakter und eine kaprizi&amp;ouml;se Art von Treue verf&amp;uuml;gen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erkl&amp;auml;re hiermit, dass ich auf die Schafe wie auf die Fische pfeife, auf die Araber wie auf die Europ&amp;auml;er, aufs Morgen- wie aufs Abendland, auf Karthago wie auf Rom, auf Henchir Tlemsani wie auf die G&amp;auml;rten von Babylon, auf Galil&amp;auml;a wie auf Ibn Battouta, auf Nagib Machfus wie auf Albert Camus, auf Jerusalem wie auf Sodom, auf Kairo wie auf Sankt Petersburg; auf Johannes wie auf Judas, auf die Jungfrauen wie auf die Huren, auf die Schizophrenen wie auf die Paranoiden, auf Ismahan wie auf Abdelwahab, auf das Wadi Harrath wie auf den Pazifik, auf Apollinaire wie auf Moutannabi, auf Nostradamus wie auf Diop, den Marabut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich, Badra, verk&amp;uuml;nde, mir nur einer Sache sicher zu sein: Dass ich das sch&amp;ouml;nste Geschlecht der Welt habe; es hat die sch&amp;ouml;nste Form von allen; es ist prall, hei&amp;szlig;, feucht, duftend und singt wie kein anderes; und es ist un&amp;uuml;bertrefflich in seinem Verlangen nach harpunengleich sich reckenden Schw&amp;auml;nzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann ich sagen, jetzt, da Driss tot ist und ich ihn unter den Oleanderb&amp;uuml;schen in Imchouk, dem Dorf der Ungl&amp;auml;ubigen, begraben habe.&quot;</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>Sexuelle Selbstbestimmung</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-02-20T15:19:10Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/530247/">
    <title>Fateless ging leer aus</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/530247/</link>
    <description>&lt;b&gt;Es gab keinen Preis f&amp;uuml;r die Verfilmung des des weltweit beachteten Romans von Imre Kert&amp;eacute;sz&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;91&quot; height=&quot;140&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/fateless buch.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein entt&amp;auml;uschender Nachr&amp;uuml;cker&lt;br /&gt;
Auf wenig Gegenliebe stie&amp;szlig; bei der  Vorstellung der f&amp;uuml;r den Wettbewerb nachnominierte ungarische Film Fateless nach dem Buch Roman eines Schicksallosen von Imre Kert&amp;eacute;sz. Der Film war nachger&amp;uuml;ckt, nachdem Heights von Chris Terrio mit Glen Close &amp;uuml;berraschend die Teilnahme am Wettbewerb zur&amp;uuml;ckgezogen hatte. Doch die hoch gesteckten Erwartungen an die Verfilmung des weltweit beachteten Romans haben sich gestern nicht erf&amp;uuml;llt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;180&quot; height=&quot;135&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/gyurka.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Imre Kert&amp;eacute;sz hat als Jugendlicher die Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und Buchenwald &amp;uuml;berlebt. Aus der Perspektive dieses heranwachsenden Jungen schildert die Romanverfilmung in detailgenauen Einzelheiten den Weg,den die j&amp;uuml;dische Bev&amp;ouml;lkerung Budapests w&amp;auml;hrend des Zweiten Weltkriegs nahm: vom Zwang zum Kauf &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;216&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/gyuri.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
des gelben Sterns &amp;uuml;ber dessen Ann&amp;auml;hen an die Kleidungsst&amp;uuml;cke bis zu den Deportationen; die verschiedenen Stationen in Auschwitz, Buchenwald und Zeitz; die Befreiung aus den Lagern und die R&amp;uuml;ckkehr ins Nachkriegs-Budapest. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;217&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/fateless1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuch, dem Schrecken neue, bislang noch nicht gekannte Bilder zu geben, die gewisserma&amp;szlig;en die Innenwelt eines KZ-H&amp;auml;ftlings zeigen sollen, gelang nur teilweise,beinahe sch&amp;ouml;nf&amp;auml;rberisch war f&amp;uuml;r manche der &amp;#8211; beinahe &amp;#8211; durchgehende Sepia-farbene Schleier, der &amp;uuml;ber dem Leid lag. doch damit nicht genug. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;298&quot; height=&quot;198&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/fateless.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Rande der Ertr&amp;auml;glichkeit waren die Bilder nicht, doch daf&amp;uuml;r qu&amp;auml;lte die pomp&amp;ouml;se und kitschige Orchestrierung Ennios Moricones, die zielsicher jeden ber&amp;uuml;hrenden Moment des Films mit zuckriger So&amp;szlig;e &amp;uuml;bergoss. Bei so viel emotionalem Direktangriff blieben viele Zuschauer trotz es bedr&amp;uuml;ckenden und bewegenden Themas eiskalt und verlie&amp;szlig;en vorzeitig den Saal, was einer H&amp;ouml;chststrafe gleichkommt.           &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungarn / Deutschland / Gro&amp;szlig;britannien 2005&lt;br /&gt;
Regie:Lajos Koltai  &lt;img width=&quot;180&quot; height=&quot;135&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/koltai.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptdarsteller: P&amp;eacute;ter Vall, Mikl&amp;oacute;s B. Sz&amp;eacute;kely, Zolt&amp;aacute;n Bezer&amp;eacute;dy, P&amp;eacute;ter Vall &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigendlich schade,es war ein Thema zum Widerstand..</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>55.Berlinale</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-02-19T11:52:49Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/530203/">
    <title>Zwei Silberne B&amp;auml;ren gingen an</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/530203/</link>
    <description>&lt;b&gt;&quot;Sophie Scholl-Die letzten Tage&quot;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;339&quot; height=&quot;226&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/scholl.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Widerstandsgruppe der &quot;Wei&amp;szlig;en Rose&quot;, die in den Jahren 1942 und 43 in sechs Flugbl&amp;auml;ttern zum Widerstand aufrief, den meisten gel&amp;auml;ufig. Das mutige Handeln der M&amp;uuml;nchner Studenten, allen voran Hans und Sophie Scholl, und ihres Professors Kurt Huber steht inzwischen au&amp;szlig;er Frage, seltsame Selbstmord- und Kamikaze-Theorien sind vom Tisch. Dazu haben auch Filme wie Michael Verhoevens &quot;Die wei&amp;szlig;e Rose&quot; beigetragen, der 1982 den Bundesfilmpreis erhielt. Noch hat man das Gesicht der Hauptdarstellerin Lena Stolze vor Augen, wenn man an die &quot;Wei&amp;szlig;e Rose&quot; denkt. Dennoch hat man sich nun zu einem neuen Film &amp;uuml;ber Sophie Scholl entschieden: &quot;Sophie Scholl - Die letzten Tage&quot;.&lt;br /&gt;
Unter den neuen Produktionen &amp;uuml;ber Deutschlands Nazi-Vergangenheit ist diese sicherlich die wichtigste. So fand sie zuletzt auch ihren Platz als im Wettbewerb der Berlinale.Und hat schliesslich zwei Silbernen B&amp;auml;ren erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;339&quot; height=&quot;223&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/scholl1.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Film wahrt den Abstand zu den T&amp;auml;tern, er menschelt nicht auf unangemessene voyeuristische Weise. Dennoch ist man nicht ganz froh mit diesem Dokudrama, das sich streng an Fakten h&amp;auml;lt. Der Autor Fred Breinersdorfer schrieb das Drehbuch nach Polizei- und Prozessprotokollen, die bis 1989 in Sicherheitsarchiven der DDR verschlossen waren. Sollte das Andenken der &quot;Wei&amp;szlig;en Rose&quot; verborgen bleiben, um die Geschichte des kommunistischen Widerstands nicht zu relativieren, ihm nicht seine Einmaligkeit zu nehmen? Fast scheint es so - ein bitterer Treppenwitz der Geschichte.&lt;br /&gt;
Breinersdorfer und der sorgf&amp;auml;ltige Regisseur Marc Rothemund konzentrieren sich auf die letzten sechs Tage der M&amp;uuml;nchner Widerstandsgruppe und ihrer Heldin Sophie Scholl, die zusammen mit ihrem Bruder Hans am 18. Februar 1943 beim Verteilen von Flugbl&amp;auml;ttern, die zum Widerstand gegen Hitler aufriefen, im Lichthof der M&amp;uuml;nchner Universit&amp;auml;t festgenommen wurde. Nach kurzem Prozess wurden sie am 22. Februar zusammen mit anderen Mitgliedern der Gruppe hingerichtet.&lt;br /&gt;
&quot;Wollen wir weiter einem Dilettanten das Schicksal unserer Armeen anvertrauen? Wollen wir den niedrigsten Machtinstinkten einer Parteiclique den Rest unserer deutschen Jugend opfern? Nimmermehr! Der Tag der Abrechnung ist gekommen, der Abrechnung der deutschen Jugend mit der verabscheuungsw&amp;uuml;rdigsten Tyrannis, die unser Volk erduldet hat&quot;, hatte es im sechsten und letzten Flugblatt der &quot;Wei&amp;szlig;en Rose&quot; im Februar 1943 gehei&amp;szlig;en. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;339&quot; height=&quot;223&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/scholl2.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Text besticht in seiner Klarheit auch Jahrzehnte danach, K&amp;uuml;hnheit und Mut der Schreiber und Verteiler sind bewunderungsw&amp;uuml;rdig und jenseits blo&amp;szlig;en Eifers. So ist zu bedauern, dass sich der Film nun beinahe ausschlie&amp;szlig;lich auf die Zeit nach der Verhaftung, auf das Polizeiverh&amp;ouml;r und den Prozess vor dem Volksgerichtshof Freislers beschr&amp;auml;nkt. H&amp;auml;tte man etwa die Perspektive Sophie Scholls eingenommen, dann w&amp;auml;ren Motive und Werdegang der mutigen Studentin eindrucksvoller zu zeigen gewesen. So aber bekommt der verh&amp;ouml;rende M&amp;uuml;nchner Polizeischerge namens Mohr (Alexander Held) eine seltsam &amp;uuml;bergewichtige, unangemessene Bedeutung. Es interessiert letztlich aber nicht wirklich, ob er der Verhafteten tief in seinem Innersten gerne eine Chance gegeben h&amp;auml;tte. Er hat es nicht getan. Er nimmt hier blo&amp;szlig; den Platz weg, der anderen geb&amp;uuml;hrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;339&quot; height=&quot;226&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/scholl3.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Sophie Scholl - Die letzten Tage&quot; wollte sich offenbar allzu bewusst von seinen Vorg&amp;auml;ngern zum selben Thema unterscheiden. Zuweilen ergeht sich der Film tats&amp;auml;chlich in erm&amp;uuml;denden Disputen, wenn er tagelange Verh&amp;ouml;re in zeitlich-r&amp;auml;umlicher Einheit zusammenzieht. Gl&amp;uuml;cklicherweise aber wei&amp;szlig; der Zuschauer l&amp;auml;ngst, auf wessen Seite das wahre Recht zu finden ist. Julia Jentsch allerdings ist eine Sophie Scholl, die &amp;uuml;berzeugt, weil sie das Ged&amp;auml;chtnis an die zeitgeschichtliche Figur und damit den zeitlichen Abstand geradezu mitzuspielen scheint. Sie verwandelt sich die gro&amp;szlig;e Rolle v&amp;ouml;llig unpathetisch an. Doch h&amp;auml;tte man ihr - wie dem gesamten Film - mehr Atem, mehr von der Leichtigkeit des Rahmens geg&amp;ouml;nnt. Dort sind Sophie Scholl und ihre Freundin am Lautsprecher zu sehen. Sie lauschen Swingmusik und sind noch voller Heiterkeit. Eine Heiterkeit, die erst am Ende wiederkehrt, wenn sp&amp;auml;t, zu sp&amp;auml;t f&amp;uuml;r viele, doch das Gute siegt.</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>55.Berlinale</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-02-19T11:00:05Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/528787/">
    <title>Wim Wenders neuester Film</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/528787/</link>
    <description>&lt;img width=&quot;110&quot; height=&quot;165&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/wim-wenders-lg.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Land of Plenty&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nichts scheint Lana,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;261&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/michelle-williams-2.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die junge Idealistin, und Paul, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;261&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/john-diehl.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
den traumatisierten Vietnam-Veteranen, zu verbinden - au&amp;szlig;er der Tatsache, dass sie zuf&amp;auml;llig verwandt sind. Als sie im Schmelztiegel Los Angeles aufeinander treffen und aus ganz unterschiedlichen Beweggr&amp;uuml;nden die Aufkl&amp;auml;rung eines Verbrechens und Antworten auf brennende Fragen suchen, prallen ihre gegens&amp;auml;tzlichen Weltanschauungen aufeinander.&lt;br /&gt;
Wim Wenders hat einen Film &amp;uuml;ber Amerika gedreht, das Land, das ihn seit Jahren besch&amp;auml;ftigt. Eine aktuelle Geschichte um den scharfen Gegensatz zwischen Arm und Reich, die Angst und Paranoia vieler B&amp;uuml;rger, den fehlgeleiteten Patriotismus.&lt;br /&gt;
Amerika, zwei Jahre nach dem Schock des 11. September. Die junge Missionarstochter Lana kommt nach vielen Jahren wieder in ihre Heimat. Sie hat einen Brief ihrer verstorbenen Mutter f&amp;uuml;r deren seit Langem verschollenen Bruder Paul. Der, ein traumatisierter ehemaliger Vietnamk&amp;auml;mpfer, lebt v&amp;ouml;llig abgeschottet nur daf&amp;uuml;r Terroristen aufzusp&amp;uuml;ren und unsch&amp;auml;dlich zu machen. Der Mord an einem Obdachlosen l&amp;ouml;st bei Nichte und Onkel unterschiedliche Reaktionen aus. &lt;br /&gt;
Was Wenders Film sehenswert macht ist der Aufeinanderprall zweier gegens&amp;auml;tzlicher Standpunkte, entstanden durch gegens&amp;auml;tzliche Erfahrungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;221&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/m-williams-w-wenders.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das M&amp;auml;dchen ist in einer Atmosph&amp;auml;re der Hilfsbereitschaft aufgewachsen, der Onkel musste bereits als ganz junger Bursche in den Krieg. Panik trifft hier auf Menschlichkeit und umgekehrt. Und dies alles vor der geistigen und emotionalen &quot;Kulisse&quot; eines Landes, das durch die Ereignisse des 11. September verunsichert und verst&amp;ouml;rt ist. Dazu kommen dann noch die un&amp;uuml;berbr&amp;uuml;ckbar scheinenden Unterschiede zwischen arm und reich. Ein besonderer Kunstgriff ist, dass sich erst in der Weite eines h&amp;auml;sslichen W&amp;uuml;stenortes alles zu losen beginnt. Fern der Betriebsamkeit wird manches klar. &lt;br /&gt;
Wunderbar f&amp;auml;ngt die Kamera diese Gegend ein, deren Trostlosigkeit irgendwie auch etwas Vers&amp;ouml;hnliches, ja Tr&amp;ouml;stliches hat. Wo die Menschlichkeit selbstverst&amp;auml;ndlich scheint und die Panik absurd. Zweifellos ist Wenders stellenweise etwas zu vordergr&amp;uuml;ndig um sein wichtiges Thema bem&amp;uuml;ht. Doch es ist lohnend durch manche plakative Sequenzen zum wesentlichen Kern der Geschichte vorzudringen.&lt;br /&gt;
LAND OF PLENTY ist ein sehr engagierter, pers&amp;ouml;nlicher Film &amp;uuml;ber unsere Zeit und zugleich die zutiefst bewegende Geschichte zweier Menschen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;232&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/m-williams-j-diehl-3.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
die sich &amp;uuml;ber alle Gr&amp;auml;ben hinweg begegnen - ein hoffnungsvoller Film &amp;uuml;ber diejenigen, die immer noch daf&amp;uuml;r stehen, was dieses Land an M&amp;ouml;glichkeiten in sich tr&amp;auml;gt.</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>Wim Wenders</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-02-18T13:39:38Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/517820/">
    <title>In Memoriam</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/517820/</link>
    <description>&lt;b&gt;Arthur Miller ist tot&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;113&quot; height=&quot;167&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/millera.gif&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weltber&amp;uuml;hmte Dramatiker und Moralist Amerikas erlag einem Krebsleiden &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Arthur Miller wohnte der tiefe, ungebrochene Ernst eines Osteurop&amp;auml;ers. Als Kind polnisch-&amp;ouml;sterreichischer Juden wurde er am 17. Oktober 1915 im New Yorker Stadtteil Harlem geboren. Sein Vater hatte es dort als Kleiderfabrikant allm&amp;auml;hlich zu Wohlstand gebracht, doch platzte der sch&amp;ouml;ne Traum von Geld.&quot;Ich glaube, dass es etwas im Menschen gibt, das allen tief greifenden Ver&amp;auml;nderungen widersteht. Eine Art Atavismus, der Vergangenes bewahren, einen physischen Zustand erhalten will&quot;, sagte Miller erst vor knapp drei Jahren. Das aus famili&amp;auml;ren wie pers&amp;ouml;nlichen Erfahrungen in die eigene Existenz Eingeschriebene wollte Miller denn auch stets wahren und wiederbeleben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Sturz des Menschen, seiner Angreifbarkeit, von der schicksalhaften Unbehaustheit (nicht nur einer Auswandererfamilie) erz&amp;auml;hlt Millers Werk. An und in der f&amp;uuml;r seine Familie &amp;auml;u&amp;szlig;erst folgenschweren Wirtschaftskrise hat sein schreiberisches Schaffen seinen Ausgang genommen.&lt;br /&gt;
Er hat der Amerikanischer Traum f&amp;uuml;r Illusion gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im ber&amp;uuml;hmtesten B&amp;uuml;hnenwerk, Tod eines Handlungsreisenden, f&amp;uuml;r das Miller 1949 den Pulitzerpreis erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Theater hier ist eine reine gesch&amp;auml;ftliche Angelegenheit&quot;, bekannte er missmutig ein und war zugleich erfreut &amp;uuml;ber die Beliebtheit seiner St&amp;uuml;cke in Europa. Miller war einer der letzten Vertreter des psychologisch-realistischen Illusionstheaters, das selbst am traditionalistischen amerikanischen Dramenhimmel freilich vielfach &amp;uuml;berholt war; er nahm sich Ibsen zum Vorbild. Seiner moralischen Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e hat das keinen Abbruch getan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;170&quot; height=&quot;124&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/miller.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gefahren und Risiken des Existierens hat der schnell zur lebenden Legende der amerikanischen Dramatik gewordene Autor in seinem Leben stets mitgetragen und sie im Auftrag seines einbekannten Wahrheitsbewusstseins an das Publikum weitergegeben. Als mittlerweile knapp 90-J&amp;auml;hriger hat er, lange Zeit als &quot;Gewissen der amerikanischen Nation&quot; begriffen &amp;#8211; f&amp;uuml;r Europa unh&amp;ouml;rbar &amp;#8211; noch die Bush-Politik im Irak kommentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Politisches Bewusstsein und das Gesp&amp;uuml;r f&amp;uuml;r die richtige Seite, das hatte Miller schon fr&amp;uuml;h, da war er noch Lagerarbeiter oder (manchmal parallel) so genannter Nacht-Journalist in kleinen Zeitungen, um sich sein Literatur- und Theaterstudium finanzieren zu k&amp;ouml;nnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sp&amp;auml;ter, als er w&amp;auml;hrend der McCarthy-&amp;Auml;ra in den 50er-Jahren als &quot;Anh&amp;auml;nger der Kommunisten&quot; angeklagt war, hat er seine Standhaftigkeit so unter Beweis gestellt, wie es sich f&amp;uuml;r einen mit Marilyn Monroe an den Rand des Glamours gekommenen (Ehe-)Mannes ziemte: Der Vorwurf &quot;unamerikanischer Aktivit&amp;auml;ten&quot; w&amp;auml;re vom damaligen Vorsitzenden einen Tag vor dem Verhandlungstermin zur&amp;uuml;ckgenommen worden, wenn sich die Monroe mit dem Beamten fotografieren h&amp;auml;tte lassen. Monroe und Miller entschieden sich f&amp;uuml;r die &quot;Staatsfeindschaft&quot;. Ein Jahr sp&amp;auml;ter wurde die Klage fallen gelassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war mit zwei gro&amp;szlig;en Frauen des 20. Jahrhunderts verheiratet. Nach seiner f&amp;uuml;nfj&amp;auml;hrigen Ehe mit Monroe hat er 1962 die aus &amp;Ouml;sterreich geb&amp;uuml;rtige, vor fast genau zwei Jahren verstorbene Fotografin Inge Morath geheiratet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war ein Widerstandler.</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>Widerstand und Literatur</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
    <dc:date>2005-02-11T22:53:21Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://Wave.twoday.net/stories/516709/">
    <title>Pasolinis Widerstand</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/516709/</link>
    <description>&lt;b&gt;PIER PAOLO PASOLINI DER WIDERSTANDLER&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;320&quot; height=&quot;209&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/478.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er war ein Ketzer an allen Fronten: aus der Kommunistischen Partei wurde er ausgeschlossen, als seine Homosexualit&amp;auml;t ruchbar wurde. Die katholische Kirche warf dem zutiefst spirituell gepr&amp;auml;gten Regisseur wiederholt Blasphemie vor. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pier Paolo Pasolini, der Dichter, Philosoph und Regisseur aber lie&amp;szlig; sich nicht brechen und hielt unerbittliche Anklage gegen eine Gesellschaft, der er moralische Korruption vorwarf. Pasolini bereicherte das Kino des 20. Jahrhunderts um Kompromisslosigkeit, Wagemut und um Bilder von grausamer Sch&amp;ouml;nheit.                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;135&quot; height=&quot;127&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/480_135x127.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pier Paolo Pasolini .... che vivo di passione&lt;br /&gt;
&quot;... der ich von Leidenschaft lebe&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 22. Oktober 1949 wird der Lehrer und Sektionssekret&amp;auml;r der Kommunistischen Partei Italiens in San Giovanni di Casarsa, Pier Paolo Pasolini, wegen Verf&amp;uuml;hrung eines Minderj&amp;auml;hrigen und Unzucht in der &amp;Ouml;ffentlichkeit angezeigt. Was sp&amp;auml;testens aus heutiger Sicht eigentlich kaum der Erw&amp;auml;hnung wert ist ein Siebenundzwanzigj&amp;auml;hriger wichst mit einem Sechzehnj&amp;auml;hrigen im Geb&amp;uuml;sch, wird zum Skandal. Pasolini war damals bereits aufgrund seiner T&amp;auml;tigkeit als Schriftsteller, P&amp;auml;dagoge und Politiker eine &quot;&amp;ouml;ffentliche Gestalt&quot; (Naldini); die Anzeige, der Skandal, der Proze&amp;szlig; und schlie&amp;szlig;lich die Flucht aus dem heimatlichen Friaul in unbekannte Rom bilden einen biographischen Wendepunkt und b&amp;uuml;ndeln einige Motive, die von da an mit Pasolini, ob er es will oder nicht, verbunden bleiben werden: pers&amp;ouml;nliche Leidenschaft, politisches Engagement, &amp;ouml;ffentliche Erregung und nicht zuletzt: Homosexuali&amp;auml;t.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;200&quot; height=&quot;120&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/get_img.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sozialer Tod&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 40er Jahren hatte der aus dem norditalienischen B&amp;uuml;rgertum stammende&lt;br /&gt;
Pier Paolo Pasolini Marx und vor allem Gramsci f&amp;uuml;r sich entdeckt. Seine&lt;br /&gt;
Parteinahme f&amp;uuml;r die gesellschaftlich Benachteiligten f&amp;uuml;hrte schlie&amp;szlig;lich&lt;br /&gt;
zum Parteieintritt. &quot;Nach langen Zweifeln&quot; immerhin hatten Kommunisten&lt;br /&gt;
seinen j&amp;uuml;ngeren Bruder Guido, einen leidenschaftlichen Antifaschisten und&lt;br /&gt;
K&amp;auml;mpfer der Resistenza, in den Wirren des Jahres 1945 erschossen&lt;br /&gt;
schrieb sich Pasolini 1947 (oder Anfang 1948, Anm.) in die KPI ein (...)&lt;br /&gt;
Viele Abende verbrachte Pasolini nun in den staubigen Vereinslokalen,&lt;br /&gt;
viele Tage auf Demonstrationen, Delegiertenversammlungen, Hausbesetzungen,&lt;br /&gt;
bei der Wahlpropaganda. Er war bald eine &amp;ouml;ffentliche Pers&amp;ouml;nlichkeit, seine&lt;br /&gt;
leidenschaftlichen und unorthodoxen Reden auf den Kongressen (nicht nur&lt;br /&gt;
solchen der KPI, u.a. auch in Paris und Budapest, Anm.) verschafften ihm&lt;br /&gt;
Anerkennung. Er schrieb f&amp;uuml;r mehrere Tageszeitungen. Als Sektionssekret&amp;auml;r&lt;br /&gt;
erfand er so etwas wie die sp&amp;auml;teren maoistische Tatsebaos: zu jedem Thema&lt;br /&gt;
klebte er handgeschriebene Wandzeitungen vor das Parteilokal, auf denen er&lt;br /&gt;
in der Sprache der Bauern, aus ihrer Sicht und in ihrem Wortschatz, die&lt;br /&gt;
Dorfleute agitierte, den Dialog mit ihnen suchte. (...) Vor allem die&lt;br /&gt;
konservativen, katholischen Kreise sahen in dem Erfolg Pasolinis bei der&lt;br /&gt;
Bev&amp;ouml;lkerung, bei den einfachen und armen Bauern, die er wirklich kannte,&lt;br /&gt;
eine Gefahr. Es gab auch schon versteckte Warnungen und vage Bedrohungen&lt;br /&gt;
durch seinen politischen Gegner. (Schweitzer)&lt;br /&gt;
Pasolini schl&amp;auml;gt die Warnungen in den Wind und ignoriert die sehr reale&lt;br /&gt;
Bedrohung. Als es dann seinen Gegnern endlich gelingt, ihn bei seiner&lt;br /&gt;
Homosexualit&amp;auml;t zu packen, verliert er mit einem Mal alles: seinen Ruf,&lt;br /&gt;
seine Stelle als Lehrer und die Mitgliedschaft in der KPI. Unm&amp;ouml;glich zu&lt;br /&gt;
sagen, was davon ihn am meisten trifft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;200&quot; height=&quot;311&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/pasolini_14.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Euer ungeachtet ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der kommunistischen Tageszeitung &quot;L`Unit&amp;agrave;&quot; wird schon eine Woche nach&lt;br /&gt;
der Anzeige Pasolinis dessen Ausschlu&amp;szlig; bekannt gegeben, verbunden mit dem&lt;br /&gt;
Hinweis auf &quot;die verderblichen Einfl&amp;uuml;sse gewisser ideologischer und&lt;br /&gt;
philosophischer Str&amp;ouml;mungen der diversen Gide, Sartre und anderer&lt;br /&gt;
dekadenter Poeten und Literaten (...), die sich als Progressisten geb&amp;auml;rden&lt;br /&gt;
wollen, in Wirklichkeit aber die sch&amp;auml;ndlichsten Seiten der b&amp;uuml;rgerlichen&lt;br /&gt;
Verkommenheit auf sich vereinen&quot;.&lt;br /&gt;
Aber Pasolini l&amp;auml;&amp;szlig;t sich nicht beirren: &quot;Ich wundere mich nicht &amp;uuml;ber die&lt;br /&gt;
teuflische Heimt&amp;uuml;cke der Christdemokraten&quot;, schreibt er an einen seiner&lt;br /&gt;
ehemaligen Genossen, &quot;Ich wundere mich aber &amp;uuml;ber eure Unmenschlichkeit; du&lt;br /&gt;
wei&amp;szlig;t sehr wohl, da&amp;szlig; es Bl&amp;ouml;dsinn ist, von ideologischer Verirrung zu&lt;br /&gt;
sprechen. Euer ungeachtet bin und bleibe ich Kommunist und zwar im echten&lt;br /&gt;
Sinn des Wortes. Doch was sage ich da? Bis heute fr&amp;uuml;h hielt mich der&lt;br /&gt;
Gedanke aufrecht, da&amp;szlig; ich meine Person und meine Karriere dem Glauben an&lt;br /&gt;
ein Ideal geopfert habe; jetzt habe ich nichts mehr, worauf ich mich&lt;br /&gt;
st&amp;uuml;tzen k&amp;ouml;nnte. Ein anderer an meiner Stelle w&amp;uuml;rde sich umbringen;&lt;br /&gt;
ungl&amp;uuml;cklicherweise mu&amp;szlig; ich f&amp;uuml;r meine Mutter weiterleben.&quot;&lt;br /&gt;
Tats&amp;auml;chlich hat Pasolini den Kommunisten auch sp&amp;auml;ter seinen Hinauswurf nie&lt;br /&gt;
vorgeworfen; Ende der 60er Jahre stellt er das Ende seiner Mitgliedschaft&lt;br /&gt;
sogar so dar, da&amp;szlig; er irgendwann blo&amp;szlig; den &quot;abgelaufenen Mitgliedsausweis&lt;br /&gt;
nicht verl&amp;auml;ngert&quot; habe. Aber die Wunde sa&amp;szlig; tief. Zwar rief Pasolini bei&lt;br /&gt;
jeder Wahl dazu auf, es ihm gleich zu tun und die KPI zu w&amp;auml;hlen, aber in&lt;br /&gt;
einem dieser von &quot;L`Unit&amp;agrave;&quot; abgedruckten Wahlaufrufe in Versen hei&amp;szlig;t es:&lt;br /&gt;
&quot;Ich habe mich der KPI immer mit Hingabe widersetzt und erwartete mir eine&lt;br /&gt;
Antwort auf meine Einwendungen. Denn ich wollte ja dialektisch vorgehen!&lt;br /&gt;
Diese Antwort ist nie gekommen: Eine br&amp;uuml;derliche Polemik ist f&amp;uuml;r eine&lt;br /&gt;
blasphemische gehalten worden.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Rom ist g&amp;ouml;ttlich!&quot;&lt;br /&gt;
Nach dem &quot;sozialen Tod im Friaul&quot; (Schweitzer) geht Pier Paolo Pasolini&lt;br /&gt;
nach Rom. Er ist v&amp;ouml;llig mittellos und schl&amp;auml;gt sich mit diversen&lt;br /&gt;
Besch&amp;auml;ftigungen durch: Er wird Privatlehrer, korrigiert Druckfahnen,&lt;br /&gt;
arbeitet als Komparse beim Film. Daneben schreibt er: Zeitungsartikel und&lt;br /&gt;
Gedichte. Erste Erfolge in Gestalt von Preisen stellen sich ein. Pasolini&lt;br /&gt;
lernt zahlreiche SchriftstellerkollegInnen kennen. Und er erforscht Rom.&lt;br /&gt;
&quot;Rom ist g&amp;ouml;ttlich&quot;, verk&amp;uuml;ndet der arbeitslose Hungerleider, denn er hat&lt;br /&gt;
die Welt der Borgate, der Arbeitervorst&amp;auml;dte, f&amp;uuml;r sich entdeckt. &quot;Nicht zu&lt;br /&gt;
resignieren hie&amp;szlig; vor allem, sexuell nicht zu resignieren. Er nimmt die&lt;br /&gt;
Herausforderung der Gro&amp;szlig;stadt an, er sucht die aggressive Freiheit der&lt;br /&gt;
Jugend in den Armenvierteln.&quot; (Schweitzer)&lt;br /&gt;
Pasolini hatte Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft studiert und war&lt;br /&gt;
bereits durch seine Besch&amp;auml;ftigung mit der Sprache des Friaul als Dichter&lt;br /&gt;
und Sprachwissenschaftler bekannt geworden. Nun st&amp;uuml;rzt er sich mit dem&lt;br /&gt;
Eifer eines sein Begehren als Antrieb nutzenden -- Anthropologen auf die&lt;br /&gt;
r&amp;ouml;mischen Dialekte und Soziolekte. Die K&amp;ouml;rper, die Sprache, die sozialen&lt;br /&gt;
Verh&amp;auml;ltnisse der jungen M&amp;auml;nner interessieren in gleicherma&amp;szlig;en. Aus&lt;br /&gt;
Pasolinis freilich nie blo&amp;szlig; pers&amp;ouml;nlichen Erfahrungen gehen bald die Romane&lt;br /&gt;
&quot;Ragazzi di vita&quot; und &quot;Una vita violenta&quot; hervor, die ihn ber&amp;uuml;hmt machen.&lt;br /&gt;
Und noch vieles an seinen sp&amp;auml;teren Filmen deren erster, &quot;Accatone&quot;, 1961&lt;br /&gt;
herauskommt ist eine mit den Mitteln der &amp;Auml;sthetik vorangetriebene&lt;br /&gt;
bewu&amp;szlig;te Erkundung des mit allen Sinnen Erfahrenen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein moralischer Antityp, ein Ge&amp;auml;chteter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doch egal, was Pier Paolo Pasolini im letzten Vierteljahrhundert seines&lt;br /&gt;
Lebens auch produzieren wird -- er schreibt Gedichte, Erz&amp;auml;hlungen, Romane,&lt;br /&gt;
Theaterst&amp;uuml;cke, Drehb&amp;uuml;cher, er dreht Filme und er zeichnet und malt auch,&lt;br /&gt;
und nicht zuletzt schreibt er Beitr&amp;auml;ge, manchmal sogar als Kolumnist f&amp;uuml;r&lt;br /&gt;
Zeitungen und Zeitschriften, seine &amp;ouml;ffentliche Existenz, seine Person&lt;br /&gt;
ebenso wie sein Werk, erregt &amp;Auml;rgernis. Manchmal kommt es &quot;nur&quot; zu&lt;br /&gt;
heftigen Kontroversen in den Medien, nicht selten aber auch zu&lt;br /&gt;
Verhandlungen vor Gericht: Immerhin mehr als drei&amp;szlig;igmal wurde in nur&lt;br /&gt;
f&amp;uuml;nfundzwanzig Jahren gegen den Schriftsteller und Filmemacher Anklage&lt;br /&gt;
erhoben.&lt;br /&gt;
Die Gesellschaft, in der Pasolini lebt, kann zwar die &amp;auml;sthetischen,&lt;br /&gt;
ideologischen und politischen Abweichungen, die er sich zu Schulden kommen&lt;br /&gt;
l&amp;auml;&amp;szlig;t, wenn schon nicht verzeihen, so doch tolerieren, seine sexuelle&lt;br /&gt;
Abweichung jedoch provoziert immer wieder rasenden Ha&amp;szlig;.&lt;br /&gt;
Dabei ist f&amp;uuml;r Pasolini Homosexualit&amp;auml;t zun&amp;auml;chst keineswegs etwas&lt;br /&gt;
Erstrebenswertes: &quot;Ich war dazu geboren, heiter, ausgeglichen und&lt;br /&gt;
nat&amp;uuml;rlich zu sein. Meine Homosexualit&amp;auml;t war &amp;uuml;berfl&amp;uuml;ssig, lag au&amp;szlig;erhalb,&lt;br /&gt;
hatte nichts mit mir zu tun. Ich habe sie immer wie einen Feind neben mir&lt;br /&gt;
gesehen, ich habe sie nie drinnen in mir gef&amp;uuml;hlt.&quot;&lt;br /&gt;
Doch weil sich in dem Pasolini zugewiesenen und von ihm angenommenen&lt;br /&gt;
Au&amp;szlig;enseitertum das K&amp;uuml;nstlerische und Politische untrennbar mit dem&lt;br /&gt;
Homosexuellsein verschr&amp;auml;nken, kann es in seinem Fall hat der erste&lt;br /&gt;
Skandal erst einmal stattgefunden keine reinliche Scheidung von&lt;br /&gt;
&amp;ouml;ffentlicher Person und privatem Begehren mehr geben:&lt;br /&gt;
&quot;Seit zwanzig Jahren hat die italienische Presse, und an erster Stelle die&lt;br /&gt;
schreibende Presse, dazu beigetragen, aus meiner Person einen moralischen&lt;br /&gt;
Antityp zu machen, einen Ge&amp;auml;chteten. Es besteht kein Zweifel, da&amp;szlig; zu&lt;br /&gt;
dieser &amp;Auml;chtung seitens der &amp;ouml;ffentlichen Meinung die Homophilie beigetragen&lt;br /&gt;
hat, die mir mein Leben lang angelastet wurde wie ein in dem von mir&lt;br /&gt;
verk&amp;ouml;rperten Fall besonders emblematisches Schandmal: die Besiegelung&lt;br /&gt;
einer menschlichen Verworfenheit, von der ich angeblich gezeichnet bin,&lt;br /&gt;
und die alles, was ich bin, meine Sensibilit&amp;auml;t, meine Vorstellungskraft,&lt;br /&gt;
meine Arbeit, die Gesamtheit meiner Gef&amp;uuml;hle, meiner Empfindungen und&lt;br /&gt;
meiner Handlungen angeblich dazu verdammt, nichts anderes zu sein als eine&lt;br /&gt;
Tarnung dieser Urs&amp;uuml;nde, einer S&amp;uuml;nde und einer Verdammnis.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;350&quot; height=&quot;179&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/vita02.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://resistance.twoday.net&quot;&gt;http://resistance.twoday.net&lt;/a&gt;</description>
    <dc:creator>resistance in underground</dc:creator>
    <dc:subject>Widerstand und Film</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2005 resistance in underground</dc:rights>
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    <title>Widerstand und Film</title> 
    <link>http://Wave.twoday.net/stories/516807/</link>
    <description>&lt;b&gt;MELINA MERCOURI - DIE FRAU, DIE GRIECHENLAND WAR &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;310&quot; height=&quot;240&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/Wave/images/melina2.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute kennt man sie aus dem Film &quot;Sonntags nie&quot; als die singende Stra&amp;szlig;endirne: wild, leidenschaftlich, stolz und freiheitsliebend. Melina Mercouri war in ihren Rollen wie im echten Leben schwer zu b&amp;auml;ndigen. Auf dem H&amp;ouml;hepunkt ihrer Schauspielkarriere ergriff die Milit&amp;auml;rjunta die Macht in Griechenland. Die Freiheit ihrer Heimat wurde ihr zur Aufgabe. Im Exil organisierte sie Widerstand und k&amp;auml;mpfte f&amp;uuml;r ein demokratisches Griechenland - letztlich erfolgreich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So gut wie jedes totalit&amp;auml;re Regime wirbt um die nationalen K&amp;uuml;nstlerstars, und mancher prominente Schauspieler, Komponist oder S&amp;auml;nger hat dieser Verlockung nicht widerstanden. Einige jedoch haben ihre Augen nicht zugedr&amp;uuml;ckt, als es in ihrem Land um die Freiheit und die Menschenw&amp;uuml;rde ging, sondern haben ihre gro&amp;szlig;e Karriere aufs Spiel gesetzt f&amp;uuml;r den politischen Kampf gegen die Diktatur. Eine von ihnen war die griechische S&amp;auml;ngerin und Schauspielerin Melina Mercouri, die offen gegen das nationale Obristenregime Stellung bezog. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Junta beantwortete ihr politisches Engagement mit ihrer Ausb&amp;uuml;rgerung. Im Exil organisierte Mercouri den Widerstand und k&amp;auml;mpfte f&amp;uuml;r ein demokratisches Griechenland. Nach dem Ende der Diktatur 1974 kehrte Mercouri wie in einem Triumphzug zur&amp;uuml;ck. 1977 wurde sie zum ersten Mal ins griechische Parlament gew&amp;auml;hlt, von 1981 bis 1989 und erneut 1993 war Melina Mercouri Kulturministerin der Regierungen von Andrea Papandreou. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihren letzten Filmauftritt hatte Melina Mercouri 1978 in &quot;A Dream of Passion&quot; unter der Regie ihres Ehemanns Jules Dassin, den sie bei den Dreharbeiten zu &quot;Sonntags nie&quot; 1959 kennen gelernt und 1966 geheiratet hatte. 1994 starb Melina Mercouri an Lungenkrebs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://resistance.twoday.net&quot;&gt;http://resistance.twoday.net&lt;/a&gt;</description>
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